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Dienstag, 27. April 2010

Tuning approach: Evo X Motortuning

Seit meinem letzten Eintrag über das Tuning Potenzial des Evo X letztes Jahr, hat sich in der Szene einiges getan und verändert. Es sind viele neue Produkte für den Evo X auf den Markt gekommen und Tuner weltweit haben ihre Erfahrungen gemacht und Tuning-Pläne zusammengestellt.


In diesem Eintrag möchte ich einerseits auf den Tuning-Plan des Englischen Tuners Car Planet Racing (CPR) und anderseits auf den des berühmten Japanischen Tuners Garage G-Force (welcher zur Zeit den schnellsten Time-Attack Evo X in Zusammenarbeit mit Varis und Sunbeam entwickelt hat) eingehen. Doch bevor ich auf die Details eingehe, möchte ich noch kurz auf das obige Bild eingehen. Dieses zeigt nämlich die wichtigsten Komponenten eines modernen Turbo-Motors, wie er beispielsweise in einem Evo zu finden ist. Durch das gezielte Ersetzen dieser Teile mit qualitativen und gut-konstruierten Tuning-Produkten lässt sich die Werksleistung und das Drehmoment erheblich verbessern. Die betroffenen Teile sind:
  • Fächerkrümmer (exhaust manifold)
  • Turbolader und Turbo-Druckventil (actuator)
  • Ansaug-Rohr und Luftfilter
  • Luftmassenmesser (Sensor und Gehäuse, zwischen Luftfilter und Ansaug-Rohr)
  • Turbo-Auslass (auch Outlet-Pipe genannt, zwischen Down-Pipe und Turbolader, im Bild nicht zu sehen)
  • Front-Pipe (auch Down-Pipe genannt, zwischen Turbo-Auslass und Katalysator)
  • Katalysator
  • Auspuffanlage (ab Katalysator)
  • Ladeluftkühler-Rohre (zwischen Turbolader und Ladeluftkühler und zwischen Ladeluftkühler und Ansaug-Krümmer)
  • Ladeluftkühler (intercooler)
  • Drosselklappe (throttle-body)
  • Ansaug-Krümmer (intake manifold)
  • Kraftstoffverteilerleiste (fuel rail, nicht im Bild)
  • Kraftstoffdruckregler (fuel pressure regulator, nicht im Bild)
  • Kraftstoff-Einspritzdüsen (fuel injectors, nicht im Bild)
  • Benzinpumpe (fuel pump, nicht im Bild)
  • Zylinderkopf (Nockenwellen, Federn, Ventile, Einstellräder, Zahnriemen, usw.)
  • Zylinderblock (Kolben, Pleuel, Kurbelwelle, Lager, Schrauben, u.v.m.)
  • Steuergerät (steuert Benzinzufuhr, Zündzeitpunkt, Ladedruck, u.v.m., nicht im Bild)
  • Ladedruck-Solenoid (boost controller, wird vom Steuergerät gesteuert, nicht im Bild)
  • Weitere Komponenten (Kopfdichtung, Schmierung, Kühlung, etc.)
Die Tuner müssen je nach Leistungssteigerung resp. Tuning-Stufe durch gezielte Analysen und Data-Logging (Auszug der Sensor-Daten aus dem Steuergerät) die Schwachstellen erkennen und die betroffenen Teile durch stärkere ersetzen. So müssen beispielsweise, wenn man einen grösseren Turbolader verwendet, die Benzinpumpe und die Einspritzdüsen und evtl. auch die inneren Motor-Komponenten wie Zylinder, Pleuel, Kopfdichtung usw., verstärkt werden. Eine solche Analyse haben die Tuner CPR aus England und Garage G-Force aus Japan gemacht und entsprechend einen ersten Tuning-Plan für den Evo X zusammengestellt.


Um 380-400PS und 500-520Nm aus dem Evo X zu extrahieren verwendet CPR eine komplette Auspuffanlage ab Turbolader mit einem durchgehenden Rohrdurchmesser von 76mm. Diese Anlage ersetzt den originalen Katalysator komplett, ein 100-Zellen Motorsport-Katalysator ist jedoch optional erhältlich. Die Benzinpumpe wird durch eine Walbro 255l/h ersetzt, welche für eine Leistung von bis zu 500PS eingesetzt werden kann. Auf der Ansaugseite des Motors verwendet CPR das AEM Cold Air Intake System, welches neben der originalen Luftfilter-Box auch das Luftmassenmesser-Gehäuse ersetzt und die Luftzufuhr erheblich verbessert. Das originale Steuergerät wird auf die neue Umgebung angepasst und wird auch für die Ladedruck Kontrolle verwendet. Um den Ladedruck jedoch auf ca. 1.7bar setzen zu können wird der originale Ladedruck-Solenoid mit dem CPR Boost Control Solenoid Kit umgebaut. Für diese Stufe verlangt CPR umgerechnet ca. 3700 CHF, sowie zusätzlich ca. 350CHF für den optionalen Motorsport-Katalysator.


Garage G-Force verwendet ein ähnliches Konzept für die Leistungssteigerung, verbaut jedoch in ihrer höchsten Stufe noch einige Produkte dazu. Auf der Ansaugseite wird ein Colt Speed Ram Air System in Kombination mit dem Blitz Suction-Kit Ansaugrohr eingesetzt. Für kühlere Ladeluft und verbesserter Luftströmung sorgt ein kompletter HKS Type R Ladeluftkühler inkl. Ladeluftkühler-Rohre in 70mm Durchmesser. Auf der Abgasseite verwendet G-Force hauseigene Produkte: Eine 76mm Front-Pipe ab Turbolader, ein Metall-Katalysator sowie eine Titanium Auspuffanlage mit 80mm Durchmesser sorgen für Gegendruck-freie Abgasströmmung.

Der elektronische Ladedruck-Controller HKS EVC V ersetzt das originale Ladedruck-Solenoid und steuert über das gelieferte Gerät (im oberen Bild zu sehen) unabhängig vom Steuergerät des Fahrzeugs den Ladedruck. Mit der zusätzlichen Verwendung von Tomei Poncam Type-R Nockenwellen verspricht G-Force je nach Einstellung eine Leistungssteigerung von 130-160PS gegenüber der Werksleistung. Für diese Stufe inkl. Montage und Einstellung verrechnet G-Force ganze 15'000CHF. Dieser horrend hohe Betrag lässt sich durch die sehr teuren Produkte - der Type R Ladeluftkühler von HKS kostet allein ca. 2800 CHF - und die zusätzlich anfallende Arbeit erklären.

Montag, 9. November 2009

Aspiration Evo X

Einige Bilder vom Aspiration Evo X...


Einige Details:
- Modell: Evolution X GSR SST
- Leistung: 375PS / 500 Nm
- Optimiert mit EcuTek
- HKS Intercooler Pipes (Ladeluftrohre)
- HKS Racing Suction Kit (Ansaug Kit)
- HKS Ölkühler
- HKS Hipermax III Gewindefahrwerk
- SSR Type-F Felgen in 9.5x18 ET28 vorne und hinten
- Dunlop Direzza Z1 StarSpec Reifen in 265/35-18 vorne und hinten
- Varis Full Bodykit 09 Version inkl. Diffusoren und GT-Heckflügel

Kenner wissen, dass der Evo X das Potenzial hat auf der Rennstrecke Rundenzeiten auf Supersportwagen-Niveau zu fahren. Dazu muss das Fahrzeug nicht einmal sehr stark umgebaut werden, wie viele Japanische Tuner aufzeigen, und kann in den meisten Fällen die Strassenzulassung beibehalten. Es wäre schön, wenn einer der zahlreichen Schweizer Tuner einen Evo X auf ähnliche Art und Weise aufbauen würde. Am Tuner Grand Prix auf dem Hockenheimring (Ergebnisse 2009) könnte man sicherlich sehr gute Resultate erzielen und dadurch aufzeigen, wie professionell Japanische Fahrzeuge modifiziert werden können und wie hoch die Qualität der Teile aus Japan ist.

Montag, 27. Juli 2009

Tanabe Research & Development

Tanabe USA hat für die neue Generation japanischer Sportwagen bereits einige Produkte auf dem Markt gebracht. Der japanische Hersteller von Auspuffanlagen und Fahrwerkskomponenten ist bekannt für gute Qualität und eine gründliche Forschung bevor die Produkte veröffentlicht werden. Neben den bereits verfügbaren Produkten (siehe Tanabe USA Webseite) sind einige weitere in der Entwicklung und werden demnächst erhältlich sein.

Lieferung aus Japan: Die Teile werden nun auf die US-Modelle getestet.

Was die Auspuffanlagen betrifft, gefällt mir der Ton von Tanabe Anlagen sehr gut. Neben einem guten Ton müssen die Anlagen aber auch einigen weiteren Kriterien, wie Leistungssteigerung, Lautstärke, Passgenauigkeit, u.v.m., entsprechen. So kommt es im Entwicklungsprozess durchaus vor, dass eine Anlage zum Redesign nach Japan zurückgeschickt wird, wenn z.B. zu wenig Mehrleistung auf dem Prüfstand generiert wird und/oder wenn sie nicht genau passt. Die Resultate der Prototypen-Tests werden in einer Liste auf der Webseite, welche kontinuierlich aktualisiert wird, veröffentlicht.

Prototyp: Tanabe Medallion Touring Auspuffanlage ab Y-Rohr für den 370Z.

Das bereits verfügbare Y-Rohr für den 370Z brachte eine Mehrleistung von 7PS auf dem Leistungsprüfstand (Preis: 570$).

Prototyp: Tanabe Concept G Auspuffanlage für den 370Z. Design und Rohrverlauf sind für maximale Power bei Saugmotoren konzipiert.

Die Stabilisatoren (590$) und die Unterbodenverstrebung (98$) sind ebenfalls bereits erhältlich.

Prototyp: Tanabe Concept G Blue Auspuffanlage für den Evo X. Man beachte die Rohrführung und die Übergänge: Entwickelt für maximalen Durchlass bei Turbomotoren.

Prototyp: Tanabe Sustec Pro FIVE Gewindefahrwerk für den Evo X.

Für den Nissan GT-R bietet Tanabe eine Medallion Touring Auspuffanlage an (Preis: 1980$). Das Y-Rohr, welches die Hauptkatalysatoren ersetzt, ist optional erhältlich.

In der Schweiz ist J-SPEC PERF offizieller Importeur von Tanabe. Während sie bereits Tanabe Gewindefahrwerke mit CH-Zulassung anbieten, hoffe ich, dass in Zukunft auch die Auspuffanlagen mit schweizer Beiblatt erhältlich sein werden. Da die Modelle Medallion Touring und Concept G eine Lautstärke von unter 93db aufweisen, sollte es möglich sein den Lärmtest zu bestehen.

Links und weitere Informationen:
Tanabe USA
J-SPEC PERF
Skunk2 USA: Turbo Magazine Auspuff Test für den Evo VIII (Tanabe Concept G Blue)

Freitag, 24. Juli 2009

WORKS Evo Stealth Produkte

Was das Tuning eines Fahrzeugs betrifft, ist man in Staaten wie die Schweiz aufgrund der strikten Strassenverkehrsgesetze stark auf die Behörde, CH-Beiblätter und andere Gutachten (z.B. DTC) angewiesen. Obwohl es durchaus Tuner gibt, welche bereits etliche Produkte mit CH-Zulassungen vertreiben (siehe Eintrag über J-SPEC PERF), werden viele qualitativ hohe Tuning-Produkte aus dem Weltmarkt noch nicht gedeckt. Beispiele solcher Produkte sind Titanium Auspuffanlagen von Amuse, Fujitsubo, usw., Sportkatalysatoren von SARD, APEXi, HKS, diverse Body-Kits und Body-Komponenten von Voltex, Amuse, C-West, INGS, usw., und viele mehr. Viele Produkte der genannten Hersteller haben, trotz der ebenfalls sehr strengen Gesetze in Japan, eine Strassenzulassung. Gute Qualität, hochwertige Verarbeitung, das Einhalten gegebener Grenzwerte sowie eine hohe Anfrage auf dem Markt machen dies möglich.

WORKS Motorsports gehört zu den renommiertesten Tunern in den USA und, meiner Meinung nach, auch zu den Besten. (Im Bild: WORKS Time-Attack Evo VIII)

WORKS Motorsports aus Californien bietet unter dem Namen StealthWORKS einen guten Kompromiss zwischen Performance und Legalität an. Für die Mitsubishi Evo VIII und IX Modelle wird ein spezieller Katalysator angeboten. WORKS nimmt einen originalen Evo Kat., entfernt die Flansche und Rohre und ersetzt diese durch Ausfertigungen aus Chromstahl mit 76mm Durchmesser. Der Kern selbst bleibt unberührt. Dadurch wird eine Leistung ähnlich zu einem Sportkatalysator (mit Metall-Kern) erreicht während der Serien-Look und die Funktionalität beibehalten werden. Ist man in der Lage einen originalen Evo Kat. zu liefern, werden 229$ für die Bearbeitung verlangt. Falls man keinen Original-Kat. liefern kann oder will, bietet WORKS einen solchen für 650$ an.

Der von WORKS überarbeitete Kat. sieht absolut serienmässig aus. Durch Beibehalten des originalen Katalysator-Kerns bleiben die Abgaswerte unverändert.

Wer es auf die Spitze treiben will, kann den originalen Endschalldämpfer von WORKS für 199$ bearbeiten lassen. Auch hier wird für 300$ ein Serien-Endschalldämpfer als Basis angeboten. Die Leistungssteigerung ist zwar nicht so hoch wie bei einem Sport-Endschalldämpfer (9PS vs. 12PS), bietet jedoch die Vorteile, dass man das Serien-Aussehen und die -Lautstärke beibehält. Dieser Service wird für die Evo VIII, IX und X Modelle angeboten.

WORKS bietet auch für den Evo X einige interessante Produkte an. Am besten gefallen mir die Öhlins Fahrwerk-Packages. Mehr Infos sind im Works Webshop verfügbar.

Eine gute Auspuffanlage ab Kat. mit CH-Zulassung für die Evo Modelle ist im lokalen Markt in der Schweiz problemlos auffindbar. Deshalb denke ich, dass die von WORKS angebotene Überarbeitung der Serien-Kats. eine interessante Modifikation ist. Es gibt sicherlich auch Tuner und Shops hier bei uns, welche eine solche Arbeit anbieten bzw. durchführen können. RSK-Tech ist ein solcher, der mir gerade einfällt. Interessierte sollten auf jeden Fall dort anfragen.

Dienstag, 21. Juli 2009

Lancer Evolution X FQ-400

In Grossbritannien bietet Mitsubishi "von Haus aus" den Lancer Evolution X in diversen Leistungsstufen an. Die zusätzliche Bezeichnung FQ-400 verrät beim Evo X die PS Zahl, welche der Motor dieser Version leistet. FQ steht, basierend auf was ich bisher gehört und gelesen habe, tatsächlich für "F*cking Quick". Ob das wirklich so stimmt, weiss jedoch nur Mitsubishi selbst. Die FQ Modelle werden von Mitsubishi unter Zusammenarbeit mit verschiedenen Tunern und Herstellern, wie z.B. HKS, aufbereitet und als Neuwagen mit Garantie verkauft.

Mitsubishi Lancer Evolution X FQ-400 (Leistung: 409PS@6500rpm und 525Nm@3500rpm)

Die Geschichte dieser modifizierten Modelle geht bis ins Jahr 1999 zurück, als die Tommy Mäkinen Version des heute noch sehr beliebten Evo VI eingeführt wurde. Danach folgten beim Evo VIII als auch beim Evo IX verschiedene FQ Versionen. Die letzte 400PS starke Variante war der Evo VIII FQ-400. Dieser war erstaunlich schnell mit einem 0-60mph Sprint (60mph=96kmh) von unter 4 Sekunden und 0-100mph (100mph=160kmh) in knapp über 9 Sekunden. In einer Top Gear Sendung wurde dieser sogar gegen einen Lamborghini auf die Piste geschickt und gewann das Rennen (ein absolut sehenswertes Video). Mehr Informationen und Details über die FQ Modelle sind auf der Lancer Evolution Seite in Wikipedia zu finden.

Die 400PS starke Rennversion des Evo X soll die Ausdauer beweisen und Daten für die Entwicklung des FQ-400 liefern.

Der neue Evo X ist nun seit neustem als FQ-400 Variante verfügbar. In der ersten Entwicklungsphase baute Mitsubishi UK in Zusammenarbeit mit SVA UK, ADR Motorsport und EcuTek einen 400PS starken Rennwagen auf basis des Evo X auf, welcher in verschiedenen Endurance-Rennen (Ausdauer-Rennen) teilnehmen sollte. Dieser nahm unter anderem auch am 2009 Britcar 24-hour Rennen in Silverstone teil und bewies mit einer Laufleistung von 1651 Meilen und 517 Runden, alle in Renntempo gefahren, seine Ausdauer und Beständigkeit. Neben dieser beeindruckenden Leistung überraschte das Auto mit einer sehr guten Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit. Zusätzlich kommt noch hinzu, dass, um ausdauernde 400PS zu erreichen, lediglich marginale Änderungen vorgenommen wurden (mehr Details weiter unten). Basierend auf die daraus gewonnenen Erkenntnisse wurde danach die Spezifikation der Strassenversion aufgestellt.

Offizielle Bilder des Evo X FQ-400

Während beim Vorgänger ein grösserer Turbolader verwendet werden musste, um beständige 400PS zu erreichen, sind beim Evo X lediglich die internen Komponenten des originalen Laders verändert worden. Friktionsarme Kugellager und ein spezielles, für extreme Temperaturen ausgelegtes Turbinenrad sorgen dafür, dass die Turbo-Verzögerung (Turbo-Lag) reduziert und das Ansprechverhalten verbessert werden. Dies ermöglicht das Erreichen des maximalen Drehmoments bei bereits 3500 Umdrehungen und verbessert dadurch die Alltagstauglichkeit erheblich.

HKS liefert die Komponenten auf der Einlass-Seite des Motors. Hier sind die Ladeluftkühler-Rohre, der Luftfilter sowie das Ansaug-Rohr ersichtlich. Die Bremsen sind von Alcon.

Neben den genannten Änderungen am Turbolader wurden ein HKS Ansaugsystem inkl. Luftfilter, grössere Einspritzdüsen, leistungsfähigere Benzinpumpe sowie eine komplette Auspuffanlage ab Turbo inkl. Sportkatalysator (Rohrdurchmesser: 76mm) verwendet. Eine tiefgreifende Steuergerätoptimierung sorgt dafür, dass diese Komponenten einwandfrei miteinander zusammenarbeiten und die Leistung sicher generiert wird. Da die originale Kupplung ab etwa 450Nm Drehmoment seine Mühe hat und anfängt zu rutschen, wurde diese durch eine Stärkere ersetzt. Beim Evo VIII FQ-400 wurde eine rennsportähnliche Kupplung mit einer metallischen Scheibe verwendet. Beim Evo X FQ-400 kommt nun eine organische Scheibe (wie bei der Serienkupplung) zum Einsatz, welche die Fahrbarkeit gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert.

"Wer hats erfunden???": Test&Service Evo X aus Japan

Die veränderte Aerodynamik mittels rundum Body-Kit ist auf den Fotos sehr gut ersichtlich, deshalb möchte ich diese Veränderungen nicht im Detail beschreiben. Eine Sache fällt mir hierzu aber auf. Dieses Body-Kit habe ich schon einmal irgendwo gesehen! Der Test&Service Evo X, welcher nahezu gleichzeitig mit der Erscheinung des neuen Evo X in Japan aufgebaut wurde und auf den Super Taikyu Ausdauer-Rennen seine Runden dreht, trägt das gleiche Kleid. Da der Test&Service Evo X schon länger existiert, wurden wahrscheinlich einige Ideen bei der Entwicklung des Body-Kits für den FQ-400 von diesem übernommen. Viele Ideen müsste man sagen, denn es ist nahezu eine Eins-zu-Eins Kopie.


Die 18" Felgen stammen von SL Corse und verbreitern durch eine niedrigere Einpresstiefe die Spur vorne als auch hinten um 20mm. Die 245mm breiten Toyo R1R Reifen (siehe Eintrag Extreme Performance Sommerreifen) sorgen für extremen Grip während massgefertigte Eibach Federn die Fahrzeughöhe um 30mm vorne sowie 25mm hinten absenken. Bei den Bremsen handelt es sich um eine Alcon 6-Kolben Monoblock-Bremse auf 365mm Bremsscheiben vorne und Brembo 4-Kolben Bremse hinten. Auch hier zeigt die Auswahl der Komponenten, dass für den FQ-400 nur das Beste in Frage kommt.

Endless Evo X mit INGS Front und Enkei RC-T4 Competition-Felgen

Die 0-62mph Zeit (62mph=99kmh) gibt Mitsubishi mit 3.8s an. Das Auto wird mit einer Garantie von 3 Jahren und bis 36'000 Meilen (entspricht etwa 56'000km) sowie zu einem Preis von 50'000 GBP (= etwa 90'000 CHF) verkauft. Ich weiss, dass es hier zum Thema Preis und Garantie stets Diskussionen gibt, weshalb die Kilometer so stark eingegränzt werden, ob das Auto und der Motor nicht übermodifiziert sind und schnell den Geist aufgeben können, dass der Preis viel zu hoch ist und man einen "normalen" Evo X mit weniger Geld so aufbauen könnte, u.v.m. Dazu möchte ich die nachfolgenden Punkte aufzählen:
  • Der Evo X wird in einer ähnlichen Form mit ähnlicher Leistung in Japan von verschiedenen Teams (Test&Service, Endless, u.v.m.) in diversen Rennserien und Ausdauer-Rennen, ohne jegliche Probleme, gefahren. Auch in der Britcar 24h Championship hat der "Prototyp" des FQ-400 seine Beständigkeit erwiesen.
  • Der FQ-400 ist nicht ausserhalb von England erhältlich. Seine professionelle Entwicklung und seine endgültige Form zeigen jedoch ein sehr gutes Tuning-Muster für Tuner und interessierte, die den Evo X modifizieren möchten.
  • Schliesslich kommt es auch sehr darauf an wie man fährt und wie gut man für das Fahrzeug sorgt.
Weitere Details, diverse Testberichte und Daten sind unter den folgenden Links verfügbar:
Mitsubishi UK: Evolution X FQ-400
Mitsubishi UK: Evolution X FQ-400, Technische Daten
Mitsubishi Lancer Register Forum: Evo X Model Differences
iMotor Magazine: Nissan GT-R vs. Mitsubishi Evo X FQ-400
Speedline Corse Wheels
WRC Developments
ADR Motorsport
Test&Service Evo X Products

Donnerstag, 16. Juli 2009

HKS CZ200S

In Japan ist es durchaus üblich, dass Tuner und Hersteller sogenannte Democars aufbauen, um ihr Können und ihre Produkte zu demonstrieren. Ganz gute und erfahrene unter ihnen konkurrieren sogar mit ihren Democars an verschiedenen Events und Rennen, wie z.B. Time-Attack, Drift-Events, usw., um das Potenzial ihrer Produkte in der Praxis zu zeigen und zu beweisen.

HKS CZ200S auf Basis des neuen Evo X (Quelle: Speedhunters)

So macht es auch HKS. Als einer der ältesten, erfahrensten und professionellsten Hersteller von Tuning-Teilen, zeigt HKS immer wieder, dass sie zu den Besten gehören und platzieren hin und wieder Rekorde auf diversesten Rennstrecken (z.B. mit dem Time-Attack Monster HKS CT230R: 53.589 in Tsukuba, Japan und 1:43.523 auf Buttonwillow, USA).

Vorgänger: Der HKS CT230R auf Evo IX Basis hält immer noch mit 53.589s den RevSpeed Time-Attack Rekord auf Tsukuba

Dieses Jahr hat HKS basierend auf dem neuen Lancer Evolution X den CZ200S aufgebaut. Wie beim Vorgänger verwendet HKS auch beim CZ200S Produkte, welche bei HKS "von der Stange" zu haben sind. Dadurch zeigt HKS einerseits die Qualität und das Potenzial ihrer Produkte und ermöglicht anderseits das "Nachbauen" eines solchen Exemplars. Einige verwendete Komponenten im CZ200S sind bereits auf dem Markt verfügbar, andere sind noch Prototypen in der Testphase.

Nicht so extrem wie sein Vorgänger: Das Exterieur wird nur minimal zugunsten verbesserter Aerodynamik modifiziert (Quelle: Speedhunters)

Von Aussen sieht das Auto erstaunlich clean und simple aus für das, dass es in der Lage ist eine Rundenzeit von unter 1 Minute in Tsukuba hinzulegen (genau: 59.495s). Wäre da nicht der GT-Heckspoiler aus Carbon, würde das Auto wie ein tiefergelegtes Originalmodell aussehen. Auch das Interieur bleibt sehr seriennah. Neben den Bride Zeta III Carbon Sitzen, einigen elektronischen Komponenten und einem Sportlenkrad von Nardi bleibt der Rest unverändert. Zieht man in Betracht, dass der Serien Evo X auf Tsukuba eine Rundenzeit von zwischen 1:05min und 1:06min und dass ein Porsche 997 GT2 eine Rundenzeit von zwischen 1:02min und 1:03min erreichen, dann ist dies eine unglaubliche Performance, welche der CZ200S hier präsentiert.

Beim Testen der neuen Advan Neova AD08 Reifen fuhr der CZ200S eine Rundenzeit von 59.495s auf dem Tsukuba Circuit (Quelle: Modified Magazine)

Ein Prototyp eines HKS GT3240 Turbo-Kits in Verbindung mit einem Satz HKS V Cam Pro Nockenwellen bringen bei einem Ladedruck von 1.9 bar die Leistung des 4B11 Motors im Evo X auf 575PS und 67.5kgf-m (ca. 670Nm). Geschmiedete Zylinder und H-Schaft Pleuel, beides von HKS, stellen sicher, dass diese Leistung problemlos generiert werden kann. Diese brachiale Kraft wird an eine HKS LA Zweischeiben-Kupplung und an ein verstärktes HKS Getriebe übertragen. Für Traktion sorgt ein Radsatz, der aus 10x18" Advan RS Alufelgen auf 265er Advan Neova AD08 Reifen besteht. Bei den Bremsen handelt es sich um Endless Racing Mono6 (6-Kolben) mit einem 370mm Durchmesser vorne und um Endless Racing 4 (4-Kolben) mit einem Durchmesser von 332mm hinten. Das Fahrwerk ist ein HKS eigenes Hipermax III Sport. Weitere technische Details sind in der Auflistung der Spezifikationen weiter unten aufgeführt.

Der mit HKS Komponenten austestattete 4B11 Motor leistet 575PS

HKS zeigt, wie die bereits ab Werk hohe Gesamtleistung des Evo X auf ein Niveau der Supersportwagen-Liga erhöht werden kann. Es mag viellecht Leute geben, die dies bezweifeln und behaupten, dass ein Evo niemals in einer solchen Liga mitspielen kann. Die weltweite Time-Attack Szene (Redline Time-Attack und Super Lap Battle in den USA, RevSpeed Time-Attack in Japan, Time-Attack in UK, u.v.m.) zeigt jedoch, welche Rundenzeiten modifizierte Evo's in der Lage sind zu generieren.

Die HKS LA Zweischeiben-Kupplung ist beim CZ200S absolut notwendig. Diese kann Drehmomente von bis zu 720Nm problemlos übertragen.

Sport Auto aus Deutschland testete in der Ausgabe März 2009 den von Gassner modifizierten Evo X mit 390PS (Tuning: Leistungssteigerung inkl. Auspuffanlage, Öhlins-Fahrwerk, Stabilisatoren, Radsatz mit 235 Reifen und Carbon-Spoilerlippe) und erreichte eine Rundenzeit von 1:13,7 auf dem Hockenheimring. Der Porsche GT2 belegt den 9. Platz in der Gesamtliste mit einer Rundenzeit von 1:09,7.

Wie interessant wäre es, wenn Nobuteru Taniguchi (Hausfahrer von HKS) auf dem Hockenheimring im CZ200S eine Time-Attack Runde drehen würde? Ich frage mich, was dabei für Rundenzeiten herauskommen würden.

Spezifikationen des CZ200S:
574.5PS und 67.5kgf-m
1.9 bar Ladedruck

Motor
HKS GT3240 Full Turbo Kit (Prototyp)
HKS V Cam Pro Nockenwellen-Kit (IN 256 / EX 248)
HKS geschmiedete Zylinder (86.5mm)
HKS H-Schaft Pleuel (Prototyp)
HKS 1.2mm Zylinderkopfdichtung aus Metall
HKS 1000cc Einspritzdüsen
HKS R-Type Ladeluftkühler inkl. Ladeluftrohre
HKS Auspuffanlage (Einzelanfertigung, ab Turbo)
HKS Metal Catalyzer (Sportkatalysator)
HKS Ansaug-Kit (Einzelanfertigung)

Getriebe
HKS LA Zweischeiben-Kupplung
HKS Motorsport Gear 6-Speed (verstärkte und angepasste Getreiberäder)

Fahrwerk
HKS Hipermax III Sport (CZ200S-059 Spec)
Advan Racing RS Alufelgen in 10x18+25 vorne und 10x18+35 hinten
Advan Neova AD08 Reifen in 265/35-18 vorne und hinten

Bremsen
Endless Racing Mono6 (370mm) vorne
Endless Racing 4 (332mm) hinten
Endless MA22B Bremsbeläge

Elektronik
HKS F-Con V Pro Steuergerät (Ver. 3.3)
HKS EVC V Boost Controller
HKS CAMP2 Anzeige
HKS VALCON Pro Nockenwellensteuerung
HKS A/F Knock Amp
HKS Circuit Attack Counter

Exterieur
HKS Racing Front Canard (Front-Flügel)
HKS Racing Front Splitter (Frontspoiler unten)
Ralliart Front Bumper Intake Duct (Einlass in der Frontstosstange)
Esprit GT-Wing (Heckspoiler)
Graphics by M.S. Revolution

Interieur
Bride Zeta III Carbon Sitze
Takata Sicherheitsgurte

Quellen:
HKS USA: HKS Evo X Time-Attack Project
Speedhunters Car Feature: CZ200S
Modified Magazine Feature: CZ200S
HKS TV: CZ200S in HyperMeeting
YouTube: Advan Neova AD07 vs. AD08 Time-Attack
HKS Japan Blog
Sport Auto Einzeltest: Gassner Evo X

Sport Auto: Bestenliste Hockenheimring